Bundesweiter Apotheken-Protest

Apotheken

Die Apothekerschaft protestiert aus den folgenden Gründen:

 

  • Wegen der vielen Lieferengpässe brauchen die Apothekenteams bei ihrer Arbeit möglichst viel Flexibilität, um die Patientinnen und Patienten schnell versorgen zu können. Das Versorgungssystem ist aber voller Bürokratie und drohender Strafzahlungen an die Krankenkassen.
  • Die Arbeit in der Apotheke ist herausfordernd und braucht viel Fachwissen und Verständnis für die Probleme der Menschen, die unsere Hilfe benötigen. Arzneimittel-Lieferengpässe haben unsere Arbeit noch komplizierter gemacht und kosten Kraft und Zeit. Eine finanzielle Anerkennung für diese Mehrarbeit wird den Apotheken jedoch versagt. Auch hier fordern wir von der Politik eine gerechte Lösung.

  • Das Honorar der Apotheken besteht zu einem wesentlichen Anteil aus einem Festbetrag, der die laufenden Kosten abdecken soll. Während unsere Kosten u.a. für Mieten, Energie, Dienstleistungen und Personal massiv steigen, wurde dieser Festbetrag seit nunmehr 13 Jahren nicht mehr angepasst. Die Apotheken sind so von der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung abgekoppelt. Dies ist nicht mehr nur ungerecht, sondern inzwischen massiv existenzgefährdend. Die Folge: In Deutschland musste seit 2013 bereits jede fünfte Apotheke für immer schließen.
  • Die aktuellen Vorschläge aus dem Bundesministerium für Gesundheit gehen ansatzweise in die richtige Richtung. Mit unserem am 23. März 2026 zum Ausdruck gebrachten Protest möchten wir eindringlich darauf hinwirken, dass den Worten nun auch Taten folgen müssen, damit das Apothekensterben ein Ende findet und auch in Zukunft (auch in Krisenzeiten) eine nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln sichergestellt wegen kann – zu jeder Tages- und Nachtzeit!

 

Für diese Anliegen kämpfen wir Fröndenberger Apotheken geschlossen und solidarisch. Auch von vielen Kunden und Kundinnen haben wir viel Zuspruch und Unterstützung erhalten. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.